unter dem Schatten der Bäume

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  • 03.05.2026
  • Sonntag, 15:00 bis 18:00

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unter dem Schatten der Bäume

Sonntag, 15:00 bis 18:00
3. Mai 2026

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unter dem Schatten der Bäume

Sonntag, 15:00 bis 18:00
3. Mai 2026

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Unter dem Schatten der Bäume

Ausstellungseröffnung mit anschließendem Vortrag von Dr. Marlies Obier

Die Bedeutung der Wälder und Bäume wächst weiter mit jedem Jahr des Klimawandels. Neben ihrem Schutz des Wassers, der Luft, der Erde und der Artenvielfalt tritt auch ihr Blätterdach als Schutz vor Sonne und Hitze als weitere Erfahrung ein. Die Ausstellung führt in die Welt der Wälder und ihres lebenspendenden Schattens mit Texten von Naturforscher*innen aus Jahrhunderten: Maria Sibylla Merian, Georg Forster, Alexander von Humboldt und Amalie Dietrich.

Begrüßung: Diethard Altrogge (Verein Waldland Hohenroth)
Einführung in die Ausstellung: Dr. Marlies Obier

Ausstellung vom 03.05.2026 bis zum 28.06.2026 im Waldlandhaus Hohenroth

Das Projekt wurde von der Dieter Mennekes Umweltstiftung gefördert.

 

 

Lassen Sie sich von Frau Dr. Marlies Obier durch die Ausstellung begleiten:

Der Schatten der Bäume ist lebensspendend, erfuhren schon die Naturforscher*innen vergangener Jahrhunderte an den Orten ihrer Reisen in die fernen Wälder der Welt. Es war das Zusammenspiel von Licht und Schatten, das in den tropischen Wäldern zu der ungeheuren Entwicklung und Vielfalt der Natur führte, die sie sahen. Maria Sibylla Merian reiste 1699 bis 1701 in die Wälder und Urwälder Surinams. Georg Forster begleitete in den Jahren 1772 bis 1775 die zweite Weltreise von Captain James Cook. Alexander von Humboldt erforschte 1799 bis 1804 Südamerika. Amalie Dietrich erkundete zehn Jahre lang, von 1863 bis 1873, Nordostaustralien und die Tonga-Inseln. Überall, wohin sie kamen, waren sie tief beeindruckt von den mächtigen Wäldern.

So., 03.05.2026, 15:00 Uhr

DAUER
ca. 3 Stunden

TREFFPUNKT
Forsthaus Waldland Hohenroth

TEILNEHMERZAHL
unbegrenzt

ANMELDUNG
nicht erforderlich, der Eintritt
ist frei.

VERANSTALTER
Dr. Marlies Obier
Verein Waldland Hohenroth

QR CODE zum Audiobeitrag

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“unter Riesenbäumen verschwinde ich ganz”, schrieb Amalie Dietrich, „mir ist oft, als ob ich das geträumt hätte.“

“Tausendjährige Wälder, ein undurchdringliches Dickicht erfüllt den feuchten Erdstrich zwischen dem Orinoco und dem Amazonasstrome. Berge und Wälder hallen von dem Donner der stürzenden Wasser.” erinnerte sich Alexander von Humboldt.

Er führte erstmals den Blick auf die Vernichtung der tropischen Wälder, die er in Südamerika beobachtete, und auf die Folgen der Entwaldung: „Zerstört man die Wälder, wie die europäischen Siedler es mit unvorsichtiger Hast tun, so versiegen die Quellen oder nehmen doch stark ab.“  Die Wälder regulierten mit ihrer Fähigkeit Wasser zu speichern die Wasserwirtschaft der Natur. Sie reicherten die Atmosphäre mit Feuchtigkeit an, schützten den Boden, kühlten die Luft und beeinflussten positiv das Klima. Wo die Wälder fehlten, ging das Leben fort.

„Die Bäume, welche ihre dickbelaubten Zweige überall ausbreiteten, gewährten uns kühlenden Schatten“ schrieb Georg Forster auf der Insel Tahiti und berichtete über das Leben der Bewohner, die sich keinen Ort ihres Lebens ohne Bäume vorstellen konnten. Ihre Wohnungen und Gärten waren ein Meisterwerk des Umgangs mit der starken Sonne und der sehr großen Hitze. „Die Wohnungen lagen unter dem Schatten der Brodtfruchtbäume und waren mit mancherley wohlriechenden Stauden umpflanzt. In den Gärten ragten hohe Cocosnuß-Palmen weit über die anderen Bäume, der Pisang folgte und weitere Obstbäume, der Zwischenraum war mit Maulbeerbäumen umpflanzt und mit essbaren Yams und anderen Wurzeln.“

Maria Sibylla Merian war auf der Suche nach den Entwicklungen des Lebens der Natur, die sie mit ihrer Erforschung der Metamorphosen der Seidenraupen und Schmetterlinge begonnen hatte. In ihrem künstlerischen Werk aus Surinam tritt das Ganze der Natur zu Tage. Kein Bild zeigt ein einzelnes Lebewesen, sondern gemeinsam mit seiner natürlichen Umgebung, seiner Nahrung, seinen Feinden und auch seinen Entwicklungsstadien.

Sie beschrieb die starke Sonne und drückende Hitze in der tropischen Welt Surinams, die ohne den Schatten der Bäume nicht zu überleben war: „aldar sich alle verwunderten dass ich noch mit dem leben darvon bin kommen“. Sie war erschüttert über die harte Herrschaft der weißen Kolonialherren und Plantagenbesitzer und die großen Qualen der schutzlos in den riesigen Plantagen arbeitenden Sklaven.

Amalie Dietrich war bei ihren Sammlungen von unbekannten Arten von Pflanzen und Tieren in den Urwäldern Nordostaustraliens ganz allein auf sich gestellt und erfuhr die zahllosen Gefahren, unter denen sie sich dort befand. Doch blieb für sie das Glücksgefühl: „Auf allen Gebieten Neues, Unbekanntes!“ Die Wälder waren für sie ein Ort des Lebens, der unvergleichlich war.